Cuba Urlaub 19. November bis 18. Dezember 2003

Allgemeine Informationen über Cuba


Kuba ist die größte Antilleninsel. Sie ist rund 1250 km lang und maximal 200 Kilometer breit und umfasst eine Fläche von gut 105.000 Quadratkilometern. Hinzu kommen etwa 1600 Inseln und Inselchen mit noch einmal rund 6000 Quadratkilometern Fläche, wie z.B. das im Süden vorgelagerte Archipel Jardines de la Reina oder die im Norden vorgelagerten Archipele von Sabana und Camaguey.Die schönsten Strände mit weissem Sand liegen im Norden am Atlantik (z.B. Varadero), die karibischen Strände im Süden sind grobkörniger und goldfarben. Grösste Stadt ist Havanna mit knapp 2 Millionen Einwohnern. Weitere bedeutende Städte sind Santiago de Cuba im Osten, Camaguüy, Santa Clara im Zentrum sowie Pinar del Río im Westen der Insel.





Bevölkerung und Sprache

In Kuba leben rund 10 Millionen Menschen, davon sind gut 10 Prozent Schwarze, etwa 20 Prozent Mulatten und 70 Prozent Weisse. Mehr als ein Drittel der Kubaner ist jünger als 16 Jahren und die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 73 Jahren vergleichbar mit der in Europa. Offizielle Landessprache ist Spanisch.
Aber gerade in der Touristikbranche sprechen die meißten Kubaner Englisch, Französisch und Italienisch.


Klima und Reisezeit

November bis März sind eine angenehme Reisezeit, da sie relativ trocken sind. Schwüler und heisser ist es hingegen von April bis August. September und Oktober ist die Zeit der Hurrikans und als Reisezeit wegen der auch sonst häufigen tropischen Regengüsse nur für Hartgesottene zu empfehlen. Grundsätzlich gilt, dass das Klima in den östlichen Provinzen feuchter und schwüler ist als in den westlichen Provinzen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 25 Grad. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind gering.


Ein- und Ausreiseformalitäten

Wer nicht länger als vier Wochen nach Kuba reisen möchte, braucht nur einen noch mindesten drei Monate gültigen Reisepass und eine Touristenkarte, die in jedem Reisebüro erhältlich ist. In Ausnahmefällen kann die Touristenkarte auch in Havanna gegen Gebühr verlängert werden. Bei längeren Aufenthalten müssen sich die Reisenden an die kubanische Botschaft wenden.


Währung und Geldwechsel

Die Banken und Wechselstellen sind von montags bis freitags von 8.30 - 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr geöffnet, samstags von 8 bis 10 Uhr. Sofern sie nicht auf amerikanische Banken ausgestellt sind, werden gängige Kreditkarten und Travellerchecks akzeptiert. Darüber hinaus bieten die meisten internationalen Hotels die Möglichkeit, rund um die Uhr Geld zu wechseln. Das übliche Zahlungsmittel auf Kuba ist der amerikanische Doller. Im Umlauf ist auch kubanisches Touristengeld, das im Kurs 1 : 1 gegen US Dollar getauscht wird (nicht zu verwechseln mit der eigentlichen Landeswährung, dem kubanischen Peso, hierbei entsprechen 20 Pesos etwa 1 Dollar). Heiss begehrt ist die rote 3-Peso-Note mit dem Konterfei Che Guevaras. Dabei aber nicht vergessen: die Ausfuhr der Landeswährung ist streng verboten.
Änderung seit November 2004: Der amerikanischer Dollar ist kein Zahlungsmittel mehr auf Kuba. Statt dessen ist es nun möglich, in Euro zu bezahlen. Euros können auf Kuba in jedem Hotel und jeder Wechselstelle in Peso - Kompartible umgetauscht werden - die jetztige Landeswährung. Dollar können nur noch an der Bank gewechselt werden.


Strom/Wasser

Die Stromspannung beträgt 110 Volt, ein US-Adapter im Reisegepäck verschafft dann den nötigen Anschluss. Es kann hin und wieder zu Stromausfällen kommen. Das Wasser auf Kuba ist sehr sauber und gut verträglich - selbst das Leitungswasser ist sehr gut trinkbar. Aber auch hier kann es immer wieder zu Wasserausfall kommen, der auch schon mal zwei Tage anhalten kann.


Zeitrechnung

Die Uhren heisst es im Sommer auf minus 5 Stunden mitteleuropäische Zeit einstellen, im Winter auf minus 6 Stunden. Im Winter 2004/2005 hatte Kuba nicht die Winterzeit, so das hier auch nur 5 Stunden zurückgestellt wurden.


Ärztliche Versorgung und Impfungen

Das kubanische Gesundheitssystem zählt zu den besten Lateinamerikas. Medikamente sind in Kuba aber seit Beginn der Wirtschaftskrise rar und daher ist es ratsam, sich eine persönliche Reiseapotheke vor Reiseantritt zusammenzustellen. Grundsätzlich gilt, dass alle ärztlichen Leistungen und sämtliche Medikamente in Peso bezahlt werden müssen. Vor Reiseantritt empfiehlt sich der Abschluss einer Reise-Krankenversicherung. Impfungen sind nach Angaben der WHO derzeit nicht erforderlich.


Das Leben auf Kuba für die Kubaner

Der hochqualifizierte Wissenschaftler oder die Uni-Professorin in Havanna verdienen monatlich um die 400 Pesos/20 Dollar, ein Rentner muss mit circa 100 Pesos/5 Dollar überleben, ein Lehrer oder eine Facharbeiterin haben im Monat zwischen 200 bis 300 Pesos/zehn bis 15 Dollar zur Verfügung – für einen geschickten Kellner, Kofferträger oder Taxifahrer dagegen sind diese Summen nicht mehr als das tägliche (oder in schlechten Zeiten) das wöchentliche Trinkgeld.

Phantasie, Mut und Humor braucht die kubanische Bevölkerung, um einigermaßen zu überleben und das durch die Dauerkrise verschärfte Apartheid-System zu ertragen. Kubanische Staatsbürger dürfen zum Beispiel die vielen „Cayos“ nur mit Sondergenehmigung betreten, es ist ihnen bei Gefängnisstrafe verboten, Langusten und Edelfische zu fangen und zu konsumieren, seit Anfang 1999 wird der Kontakt zwischen Einheimischen und Ausländern selbst auf der Straße überwacht und sanktioniert.

Eigentlich ist die Karibikinsel aufgeteilt in zwei Welten: Im „Pesokuba“ funktioniert nur wenig – häufige Stromsperren, wenig Lebensmittel, entnervende Transportbedingungen, kein Benzin sowie leere Geschäfte und Apotheken, dafür reichlich Kontrolle und Restriktionen. Im Vergleich dazu lebt es sich im „Dollarkuba“ nahezu paradiesisch.