Bevölkerung und Sprache
In Kuba leben rund 10 Millionen Menschen,
davon sind gut 10 Prozent Schwarze, etwa 20 Prozent Mulatten und
70 Prozent Weisse. Mehr als ein Drittel der Kubaner ist jünger
als 16 Jahren und die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit
73 Jahren vergleichbar mit der in Europa. Offizielle Landessprache
ist Spanisch.
Aber gerade in der Touristikbranche sprechen die meißten
Kubaner Englisch, Französisch und Italienisch.
Klima und Reisezeit
November bis März sind eine angenehme
Reisezeit, da sie relativ trocken sind. Schwüler und heisser
ist es hingegen von April bis August. September und Oktober ist
die Zeit der Hurrikans und als Reisezeit wegen der auch sonst
häufigen tropischen Regengüsse nur für Hartgesottene
zu empfehlen. Grundsätzlich gilt, dass das Klima in den östlichen
Provinzen feuchter und schwüler ist als in den westlichen
Provinzen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 25
Grad. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind gering.
Ein- und Ausreiseformalitäten
Wer nicht länger als vier Wochen
nach Kuba reisen möchte, braucht nur einen noch mindesten
drei Monate gültigen Reisepass und eine Touristenkarte, die
in jedem Reisebüro erhältlich ist. In Ausnahmefällen
kann die Touristenkarte auch in Havanna gegen Gebühr verlängert
werden. Bei längeren Aufenthalten müssen sich die Reisenden
an die kubanische Botschaft wenden.
Währung und Geldwechsel
Die Banken und Wechselstellen sind
von montags bis freitags von 8.30 - 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr
geöffnet, samstags von 8 bis 10 Uhr. Sofern sie nicht auf
amerikanische Banken ausgestellt sind, werden gängige Kreditkarten
und Travellerchecks akzeptiert. Darüber hinaus bieten die
meisten internationalen Hotels die Möglichkeit, rund um die
Uhr Geld zu wechseln. Das übliche Zahlungsmittel auf Kuba
ist der amerikanische Doller. Im Umlauf ist auch kubanisches Touristengeld,
das im Kurs 1 : 1 gegen US Dollar getauscht wird (nicht zu verwechseln
mit der eigentlichen Landeswährung, dem kubanischen Peso,
hierbei entsprechen 20 Pesos etwa 1 Dollar). Heiss begehrt ist
die rote 3-Peso-Note mit dem Konterfei Che Guevaras. Dabei aber
nicht vergessen: die Ausfuhr der Landeswährung ist streng
verboten.
Änderung seit November 2004: Der
amerikanischer Dollar ist kein Zahlungsmittel mehr auf Kuba. Statt
dessen ist es nun möglich, in Euro zu bezahlen. Euros können
auf Kuba in jedem Hotel und jeder Wechselstelle in Peso - Kompartible
umgetauscht werden - die jetztige Landeswährung. Dollar können
nur noch an der Bank gewechselt werden.
Strom/Wasser
Die Stromspannung beträgt 110
Volt, ein US-Adapter im Reisegepäck verschafft dann den nötigen
Anschluss. Es kann hin und wieder zu Stromausfällen kommen.
Das Wasser auf Kuba ist sehr sauber und gut verträglich -
selbst das Leitungswasser ist sehr gut trinkbar. Aber auch hier
kann es immer wieder zu Wasserausfall kommen, der auch schon mal
zwei Tage anhalten kann.
Zeitrechnung
Die Uhren heisst es im Sommer auf
minus 5 Stunden mitteleuropäische Zeit einstellen, im Winter
auf minus 6 Stunden. Im Winter 2004/2005 hatte Kuba nicht die
Winterzeit, so das hier auch nur 5 Stunden zurückgestellt
wurden.
Ärztliche Versorgung und Impfungen
Das kubanische Gesundheitssystem zählt
zu den besten Lateinamerikas. Medikamente sind in Kuba aber seit
Beginn der Wirtschaftskrise rar und daher ist es ratsam, sich
eine persönliche Reiseapotheke vor Reiseantritt zusammenzustellen.
Grundsätzlich gilt, dass alle ärztlichen Leistungen
und sämtliche Medikamente in Peso bezahlt werden müssen.
Vor Reiseantritt empfiehlt sich der Abschluss einer Reise-Krankenversicherung.
Impfungen sind nach Angaben der WHO derzeit nicht erforderlich.
Das Leben auf Kuba für die Kubaner
Der hochqualifizierte Wissenschaftler
oder die Uni-Professorin in Havanna verdienen monatlich um die
400 Pesos/20 Dollar, ein Rentner muss mit circa 100 Pesos/5 Dollar
überleben, ein Lehrer oder eine Facharbeiterin haben im Monat
zwischen 200 bis 300 Pesos/zehn bis 15 Dollar zur Verfügung
für einen geschickten Kellner, Kofferträger oder
Taxifahrer dagegen sind diese Summen nicht mehr als das tägliche
(oder in schlechten Zeiten) das wöchentliche Trinkgeld.
Phantasie, Mut und Humor braucht die
kubanische Bevölkerung, um einigermaßen zu überleben
und das durch die Dauerkrise verschärfte Apartheid-System
zu ertragen. Kubanische Staatsbürger dürfen zum Beispiel
die vielen Cayos nur mit Sondergenehmigung betreten,
es ist ihnen bei Gefängnisstrafe verboten, Langusten und
Edelfische zu fangen und zu konsumieren, seit Anfang 1999 wird
der Kontakt zwischen Einheimischen und Ausländern selbst
auf der Straße überwacht und sanktioniert.
Eigentlich ist die Karibikinsel aufgeteilt
in zwei Welten: Im Pesokuba funktioniert nur wenig
häufige Stromsperren, wenig Lebensmittel, entnervende
Transportbedingungen, kein Benzin sowie leere Geschäfte und
Apotheken, dafür reichlich Kontrolle und Restriktionen. Im
Vergleich dazu lebt es sich im Dollarkuba nahezu paradiesisch.
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